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TEXTS: atlas shrugged
authored by Peter Moosgaard
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Welcher Fürst der Hölle muss eine arme Menschenseele wie mich reiten, um Gefallen an einem Film wie Dracula 3000 zu finden. Ein mächtiger. Zum einen ist da Udo Kier, der beste Nebendarsteller aller Zeiten, dem bekanntlich nichts zu blöd ist und seit geschlagenen 40 Lenzen seine frostige Fresse in die Kamera hält .. Udo Kier spielt einfach alles was bei 3 nicht auf den Bäumen ist. warum also nicht ein Gastauftritt bei Dracula 3000, der zunächst mit dem Slogan "Im All gibt es keine Sonne" aufhorchen lässt. Zugegeben ist Udo Kier nur einer der beiden Gründe sich diesen Film anzusehen. Der andere ist eine Kundenrezension in der Internet Movie Database, die beide Augen bis zur totalen Erblindung zudrückend von einem Machwerk epochaler Langeweile spricht.
Die Handlung, packend wie Trudes´ Schlummertrunk, lässt einem gleich zu Beginn dieses Si-fi Vampirfilms das Blut in den Adern stocken: das ultimative Breitkinn Captain Abraham van Helsing ist mit seinem Schiff Mother und einer Crew ausgefeilter Klischeegestalten durch das kalte Universum zum Karpatensystem (!) unterwegs, um dort ein verlassenes Schiff zu übernehmen. Man muss nicht dazusagen, dass sich der gute Lem an dieser Stelle schon grußlos durchs Fenster verabschiedet hätte. Dieses Schiff, das vor Hunderten von Jahren aus Transilvanien (einem Vampirplaneten nahe des Kapatensystems!) aufgebrochen ist um Särge durchs All zu schippern, wurde schon vor langer Zeit von seiner kommunistischen Besatzung verlassen. Und das im Jahre 2932. Meiner Meinung nach viel zu spät seitens der Sowjetunion sich von …, ja von Transilvanien zurückzuziehen. Von den Space-Kommunisten zeugt hier noch ein animiertes Hammer und Sichel Logo am Schirm und an der Wand ein Leninportrait im Pop-Art Stil.
Coolio spielt einen Schwarzen der natürlich permanent zugedröhnt einen platten Hey man Alter, vielleicht gibt´s hier was zu rauchen Spruch nach dem anderen abzündet, um wenig später für seine Hautfarbe abgestraft zu werden. Er (Coolio) wird zum Vampir – wenn etwas derartiges diesen Ausdruck verdient – während Captain van Helsing noch neben seinem blondbusigen Sidekick (Verwöhnroboter mit Update) Schwanzvergleiche anstellt. Eine geschlagene dreiviertel Stunde haben wir jz gebannt auf diesen ersten Vampir gewartet und werden bei Gott nicht enttäuscht. Kaum auf die Bildfläche geschissen, geizt der Cooliovampir nicht mit spektakulären Effekten und wirft den obligat anwesenden Professor im Rollstuhl in eine Vitrine voll Champagnerflöten, die da zufällig im Labor rumsteht. Dann folgt der Auftritt von Orlock alias Dracula (den wir wegen seiner lauwarmen Erscheinung Karpaten Gustav genannt haben) der aber eigentlich nicht viel macht. Ein Türstock hätte es auch getan. Für die gesamte Schlussexplosion war wohl kein Budget mehr im Sackerl, sie bleibt bei der Hälfte stecken und blendet natlos in den Abspann über. Auf clevere Schlusssätze wird ab jetzt übrigens geschissen